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Landrat schaut bei stillen Champions rein

21.04.2017

Sebastian Constien besuchte gestern die Körchower Rollenfabrik FMG und mahnt Lehrausbildung an.

Körchow. Ohne großes Tamtam kommt an diesem Donnerstagvormittag der Landrat des Landkreises Rostock, Sebastian Constien (SPD), bei der Förderelemente Mecklenburg GmbH (FMG) in Körchow zu einem Firmenbesuch vorbei. In einem Betrieb, der dem Landrat bislang unbekannt war, wie er eingesteht. Darauf gekommen war der Hauptverwaltungsbeamte des Landkreises offenbar in einer Runde mit dem hiesigen Unternehmerverband – unter dem Motto „Wir besuchen die stillen Champions“. So berichtet es Sebastian Constien. Dabei ginge es um Unternehmen, die schon lange dabei, vor Ort ein wichtiger Arbeitgeber, aber relativ unbekannt seien. In Sachen Bekanntheitsgrad kann FMG-Geschäftsführer Uwe Eilers gleich augenzwinkernd ein aktuelles Beispiel aus der Region beisteuern. Denn selbst der Krempiner Landwirt Manfred Meyer, seines Zeichens aus 1. stellvertretender Bürgermeister der Nachbargemeinde Carinerland, habe erst jetzt am Osterfreuer von Eilers erfahren, dass die Körchower Förderelemente produzieren, von denen Meyer bald ein paar benötigen könnte: „Oh, das nächste Mal, wenn ich eine Rolle brauche, komme ich zu euch“, soll der Gesellschafter der Handelsgesellschaft Agrar-Dienst MD zu Uwe Eilers gesagt haben.

Die FMG-Geschäftsführerin Anja Wendt wirft vor dem Landrat einige Schlaglichter auf die Geschichte der Firma, die am 29. November 1991 von ihrem Vater, dem Kröpeliner Thomas Schuster, gemeinsam mit dessen ehemaligen Ingenieurskollegen von der Rostocker Neptunwerft, Bernd Lehmann, und fünf Männern von der LPG „Deutsch-Sowjetische Freundschaft“, am Waldweg in Körchow gegründet worden war.

Das Unternehmen fertigt und vertreibt Transportrollen für Stück- und Schüttgut sowie Tragrollen vor allem aus Stahl und Kunststoff.

„Wir haben mit unseren zahlreichen Rollentypen zwar nicht so spektakuläre Produkte, aber die sind gefragt – wir sind über die Jahre kontinuierlich gewachsen“, sagt Anja Wendt stolz. FMG beliefere zu 80 Prozent Unternehmen bundesweit und europaweit zu 20 Prozent (Österreich, Tschechien, Slowakei, Belgien und jeweils einen Kunden in Polen sowie in Skandinavien). Von 2011 bis 2014 sei ein „großes Investitionsprojekt“ realisiert worden: „Wir haben die Sozialräume für unsere Mitarbeiter erweitert und neu gestaltet, eine Produktionshalle angebaut und den Bürotrakt erneuert. Elf Arbeitsplätze kamen dazu, so dass wir heute insgesamt 42 Mitarbeiter im Unternehmen sind.“ Aktuell würden Zerspanungsmechaniker (Dreher) gesucht. Bisher arbeite man da erfolgreich mit dem Jobcenter in Bad Doberan zusammen.

„Sehr schön. Das höre ich gern. Ein enger Draht zum Jobcenter ist sehr wichtig“, meint dazu der Gast aus Güstrow und betont auch die Bedeutung der Ausbildung von Nachwuchskräften in der Wirtschaft. „Wer sich jetzt nicht mit diesem Thema intensiv beschäftigt, der bekommt Schwierigkeiten, weil der Arbeitsmarkt noch dünner werden wird“, schreibt der Landrat auch den Körchowern ins Stammbuch, denn sie bilden noch nicht aus. Dafür haben sie die Unternehmensfolge geklärt: „Die beiden Firmengründen sind hier noch als Geschäftsführer tätig. Doch wenn alles so weiterläuft, werden und wollen Uwe Eilers und ich das Unternehmen in der Nachfolge weiterführen“, erklärt Anja Wendt.

„Ein wichtiges Thema“, reagiert Sebastian Constien und ergänzt: „Da haben wir viele Unternehmen im Landkreis, wo das noch nicht geregelt ist.“ Dann möchte der Landrat noch einiges genauer wissen und erkundigt sich zum Beispiel, wie denn die Kontakte zu neuen Kunden entstünden. „Sie finden uns übers Internet“, antwortet Anja Wendt kurz und bündig, hebt die Homepage ihres Unternehmens hervor (www.fmg-rollen.com) und lobt den neuen FMG-Imagefilm vom Kröpeliner Sebastian Krauleidis. „Das Internet ist ein Vertriebsweg, der immer wichtiger wird. Den darf man auch nicht vernachlässigen“, betont sie und führt dann gemeinsam mit Uwe Eilers den Landrat durch den ganzen Betrieb.

Sebastian Constien bedankt sich schließlich für den „sehr angenehmen Termin“, lobt nochmals den guten Körchower Draht zum Jobcenter und freut sich darüber, dass das 1. Quartal 2017 auch bei der FMG, wie er es schon in anderen Unternehmen des Kreises gehör habe, wirtschaftlich super gelaufen sein soll. Dagegen bedauert der Landrat, dass die Firma und ihre Gemeinde (Biendorf) offenbar keine guten Kontakt (über einzige förmliche Schreiben hinaus) zueinander haben, wie im Gespräch deutlich wurde. Er meint dazu: „Das kann man sicher aufarbeiten, wenn das denn gewollt ist.“

FMG Förderelemente Mecklenburg GmbH

Von Thomas Hoppe | Zeitung: Ostseezeitung

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